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Styler

Heute war ich den ganzen Tag im Tokioter Stadteil Shibuya, da gibt es nämlich jede Menge Plattenläden -- das Paradies, auch wenn die Sortierung nach dem japanischen "Alphabet" die Fahndung nach Schätzen aufwändiger macht. War aber natürlich trotzdem erfolgreich und schleife nun ob der Schwere der Einkäufe die Hände wie ein Orang-Utan neben mir her.

Eins kann ich Euch Camp-David-Trägern da draußen nach eingehenden Beobachtungen heute und auch schon gestern im Blink-Viertel Ginza sagen: Die japanischen Männer sind super stylisch. Ja, wenn sie ins Büro müssen, tragen sie -- wie wir Deutschen ja ehedem auch -- eine Uniform, und zwar aus dunklem Anzug und weißem oder hellblauem Hemd. Aber man sieht schon in der Bahn an ihren Mänteln, Jacken und Schals, welch großen Wert sie auf ihr Äußeres legen. Und in der Freizeit wird es dann vollends sichtbar: Ein geschmackvoll und individuell gekleideter Faun neben dem anderen. Davon würde man sich in deutschen Fußgängerzonen mit all ihrer Funktionskleidungstristesse auch was wünschen.

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